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Diese Episode beschäftigt sich dem geeigneten Speicherort für Deinen Podcast. Hier gilt es nicht nur, die Größe Deiner einzelnen Folgen im Blick zu behalten, sondern ebenso das Verhalten Deiner Hörer zu berücksichtigen.

Nähe – ein sinnvolles Argument

Wer die Audio-Dateien seines Podcastes im WordPress speichert, nutzt zur Verfügung stehende Dienstleistungen und bestehende Technik nicht effizient. Das kann man sagen und meinen, zustimmen muss ich dieser These jedoch nicht. Verwendest Du Deinen Server, liegen die Daten in Deinen Händen.
Das Beispiel SoundCloud, ein Anbieter für die Bereitstellung von Musik und Podcasts, liefert hier ein paar Einsichten. Zunächst hat man sich dort kostenpflichtige Abonnements ertrotzt, weil ansonsten zwischendurch Werbung einfach abgespielt wurde. Das mag noch relativ nachvollziehbar sein, weil Webspace und Traffic stets mit Kosten verbunden sind. Als im Juli 2017 aber zur Aufrechterhaltung der finanziellen Stabilität ein Drittel der Belegschaft fort geschickt wurde, durfte ein wenig Nervosität aufkommen, wo die Reise hingeht.
Eine Sorge, die Dich auf Deinem Webspace wahrscheinlich nicht ganz so schnell ereilt.

Schätzung und Prognose

Der entscheidende Faktor der Podcast-Episoden ist die Dateigröße. Diese liegt, wenn Du pro Folge eine Viertel Stunde kalkulierst und das Format MP3 wählst, bei ungefähr 20 Megabyte. Nimmst Du AAC, ist der Wert sogar noch niedriger. Jetzt kommt die Regelmäßigkeit ins Spiel. Pro Jahr 50 Folgen ergeben etwa ein Gigabyte. Dein Webspace wird unter normalen Umständen wenigstens bei 5 Gigabyte einzuordnen sein. Noch ein bisschen Platz für WordPress dazu, bist Du in diesem Beispiel nach 4 Jahren an den Grenzen der Kapazität angelangt. Das sollte für den Einstieg zunächst reichen.
Die zweite Seite der Dateigröße ist der Traffic, also der Datenaustausch zwischen dem Server und Deinen Hörern. Ist Dein Podcast einmal ins Rollen gekommen und Du hast – eine schöne runde Zahl – tausend regelmäßige Hörer, summiert sich das auf einen Datentransfer von 80 Gigabyte im Monat. Das funktioniert, weil der Webspace, den Du gegen Gebühr mietest, in den allermeisten Fällen keinerlei Beschränkungen diesbezüglich aufweist. Dass Deinem Hoster dabei die Leitungen nicht verglühen, liegt an der Mischung. Neben Deinem Podcast sind noch viele leere, halbvolle und eingeschlafene Projekte dabei, die zwischen Null und ganz wenig Traffic erzeugen. Im Durchschnitt bleibt alles in einem normalen Rahmen, hofft Dein Hoster und gewährt grenzenlosen Datenverkehr.

Schnell, langsam, zwischendrin?

Reagiert eine Website nur zögerlich und lädt die ganze Zeit, wird das für die Besucher schnell zu einer Geduldsprobe. Deshalb kannst Du bei Deinem Webspace unter anderem festlegen, wie zügig der arbeiten soll. Vom Prozessor bis zum Arbeitsspeicher gibt es hier ein paar Einstellmöglichkeit. Für eine Episode Deines Podcasts lässt sich das aber fast komplett vernachlässigen. Wer Dich abonniert, bekommt die Nachricht im RSS-Feed, dass eine neue Folge da ist. Die wird heruntergeladen und bei Gelegenheit angehört. Ob diese Prozedur ein paar Sekunden oder tatsächlich Minuten dauert, ist kein entscheidender Faktor. Wird sie im Browser angehört, darf es in unserem Beispiel sogar 15 Minuten dauern.

Noch ein paar Überlegungen und Szenarien, die Einfluss auf Deine Wahl bezüglich des Webspace haben, hörst Du hier im Podcast.

Dein OLAF KAPINSKI

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