Page Speed

Was auch immer Du mit Deinem WordPress tust: Es kommt darauf an, dass eine externe Instanz ein Ergebniss sieht. Sei sehr skeptisch, wenn ein Plugin von sich selber behauptet, es habe Dein WordPress um 75% schneller gemacht….
Wir können uns nicht auf reines Gefühl verlassen. Nicht nur euer WordPress Server hat Einfluss auf die Geschwindigkeit, auch der Computer (Laptop, Handy, was auch immer) des Besuchers hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die gefühlte Webseiten Geschwindigkeit. Wir brauchen also erst einmal objektive Zahlen. Dafür gibt es vier Dienste dort draußen, die eure Webseiten messen und euch reproduzierbar sagen können, wie schnell sie sind.
Es sind vier hervorragende Tools verfügbar, die Deine Website testen können:

Google Pagespeed Insights

Ein schönes, einfaches Tool. Es summiert die Geschwindigkeit Deiner Seite quer über alle Disziplinen auf und vergibt je eine Wertung für Mobile und eine für Desktop-Users von 0-100 Punkten. Als einziges Tool in diesem Quartett bewertet es auch die Nutzbarkeit und vergibt dafür ebenfalls Punkte.

Es gibt für die gefundenen Punkte ganz grobe Anhaltspunkte, wie diese zu ändern wären. Dabei bleibt es jedoch sehr weit an der Oberfläche.

Web Page Performance Test

Ein ziemlich amerikanisch aussehendes Tool, wie ich finde. Es ist das genaue Gegenteil von Google und erschlägt mit der schieren Menge an Informationen. Für einen Profi mag das hilfreich sein, mir fehlt jedoch die praktisch anwendbare Hilfe bei dem, was ich da sehe.

Eine Besonderheit hat es jedoch: Du kannst sowohl einstellen, mit welchem Browser gemessen werden soll, als auch von wo auf der Welt. Du willst wissen, wie schnell Deine Website aus Sidney mit einem Internet Explorer 7 wäre? Here you go.

Pingdom Website Speed Test

Pingdom kommt erst einmal recht unspektakulär daher. Es gibt zunächst ein paar wesentliche Testergebnisse wieder, wie Ladezeit und Seitengröße. Und dann steht da der Satz „Your website is slower than 76% of all tested websites” WAS??? Na, das wollen wir doch erst einmal sehen! Leute wie mich kriegen die damit ganz leicht in eine Wettkampf-Situation….

Was bleibt sonst noch? Das angezeigte Waterfall-Diagramm finde ich nur mäßig hilfreich und per Firefox einfach selber herzustellen. Was mich stutzig macht ist, dass ich mit einem Ranking von 97 von 100 Punkten immer noch zum langsamsten Viertel aller getesteten Websites gehöre. Klingt für mich nicht aussagekräftig.

GTmetrix

Jetzt aber mal zu meinem favorisierten Tool: GTmetrix macht da weiter, wo Google aufhört. Es zeigt zwei m.E. aussagefähige Geschwindigkeitswerte an und bietet sehr tiefgreifende Analysen an. Und der Clou: Zu jeder der gefundenen Punkte kommt zumindest ein Hinweis, wie sich dieser verbessern ließe. Die Vorschläge sind nach Wichtigkeit sortiert, einfach von oben durcharbeiten.

Ich werde mich hier im Blog auf die GTmetrix Werte stützen.

Firefox

Firefox?? Das ist doch ein Browser? Ja, stimmt. Und er hat einen Werkzeugkasten eingebaut, mit dem Du sehr tief in Deine Seite blicken kannst. Aufrufbar mit Shift-Strg-I, bietet er durchaus hilfreiche Funktionen an. Das bereits erwähnte Waterfall-Diagramm kann er im Reiter Netzwerkanalyse noch besser erstellen, als die beschriebenen Webtools.

 

So, das ist eine Reihe von Tools, mit denen Du objektivieren kannst, wie schnell Dein WordPress wirklich ist. Meine Empfehlung ist, diese Tests vor und jedem neuen Plugin und/oder Theme laufen zu lassen, um zu vermeiden dass Du Dir aus Versehen eine Bremse einbaust.
Ein frisch installiertes WordPress bekommt, je nach Provider und Inhalt, kaum mehr als 50 Punkte, wenn überhaupt. Ich habe schon ein WordPresses mit 0 Punkten gesehen…
Miss mal Deines aus. Und wenn Du nicht zufrieden bist, habe ich hier einige Tipps, um Dein WordPress zu beschleunigen kostenlos veröffentlicht.

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