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Das zentrale Element des Podcasts ist die Sprache. Ungeachtet der Stimmlage, des Dialekts oder Akzents, aber ebenso der Wortwahl erfährst Du hier in der Episode, worauf Du bei Deiner Sprache besonderen Wert legen solltest.

Den richtigen Ton treffen

Knapp gesagt: Du sprichst beim Podcasten direkt mit Deinen Zuhörern. Dein Mittel der Wahl ist kein Video, keine Grafik und kein Gedicht. Alles, was Du bewirken willst, transportiert Deine Stimme. Die bestimmt Wohl und Wehe Deines Podcast. Das Gute daran: Mit dem richtigen Dreh an ein paar Stellschrauben lässt sich viel erreichen.

Ebenfalls auf die Sprache im Podcast eingegangen bin ich bereits in einer Episode des „Leben Führen Podcasts“, in der ich ganz ähnliche Themen anspreche.

Oben, unten, mittendrin – die Tonlage

Der Dialekt oder die Wahl des Vokabulars bestimmen den Charakter Deiner Aufnahmen. Das soll schön so bleiben, wie es ist.

Deine Tonlage – ob ein Satz gegen Ende höher gesprochen wird oder tief bleibt und welche Stimmung dabei übermittelt wird – ändert die gesamte Wirkung Deiner Worte. Eine ernst gemeinte Aussage, in der Überzeugungskraft liegen soll, wird gleichmäßig und tief am ehesten ihren Zweck erreichen. Rutscht Deine Stimme hingegen zum Schluss hoch, verliert sich die Bestimmtheit in einem unsicheren Ausgang.

Das selbst auszuprobieren, indem Du den gleichen Satz verschiedentlich betonst, zeigt Dir, wie schnell eine entschlossene Meinung zu einer Frage wird.

Kampf dem Ungewissen

Ein paar Worte lassen sich für Deinen Podcast auf die „Schwarze Liste“ setzen, also vielleicht. Mit diesem „vielleicht“ bringst Du Dich um Deine Glaubwürdigkeit, zumindest an den Stellen, die dadurch nach Zweifel klingen. Wo Du Alternativen aufzeigst, bleibt es selbstverständlich zulässig.

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Konjunktiv. Überall, wo Deine Formulierungen auf die Möglichkeitsform aufbauen, bleibt am Ende viel Schwammiges und wenig Konkretes.

Sprechen, nur mit wem?

Die Anrede haucht Deinem Podcast Leben ein. Erzählst Du von „man“, „man“ und „man“, dreht sich der gesamte Inhalt um eine unbestimmte, undefinierbare Masse an Leute. Deinen Zuhörern etwas zu vermitteln oder eine Anweisung zu erteilen, gelingt mit der direkte Ansage.

Ein Fehler, der sich genau an dieser Stelle einschleicht, betrifft die Zahl der Leute, die genau jetzt, in jenem Moment Deinen Podcast hören. Auf dem Smartphone, dem Laptop oder im Auto ist das genau eine Person. Genau die sprichst Du an und willst ihr etwas mitteilen. Ob es ein Duzen oder Siezen wird, bleibt Deine Entscheidung, nur bleib in der Vorstellung bei exakt diesem einen Gegenüber.

Alles andere liegt an Dir. Du als Podcaster hast mit jeder neuen Episode die Gelegenheit, Deine Stimme zu hören, Deine Tonlage zu überprüfen und Dir jede Formulierung noch einmal anzuhören. Ein wenig Übung und natürlich Geduld und Akribie helfen Dir, Deine Aussagen überzeugen und vor allem hörenswert zu gestalten.

Ganz viele Klangbeispiele und außerdem die Bedeutung der Suggestion bekommst Du hier im Podcast zu hören.

Dein OLAF KAPINSKI

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