Ein Hinweis vorweg: Die Multisite an sich ist zwar schnell angelegt. Doch nicht alle Provider unterstützen eine reibungslose Installation. Wenn du aus einem bereits vorhandenen Life-System eine Multisite machen willst, dann solltest Du das Einrichten unbedingt vorab auf einer Test-Domain bzw. in einem separaten Testsystem überprüfen.

Vorüberlegungen

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Multisite Versionen, die sich im Namen der Sites unterscheiden:

Subfolder

In dieser Variante werden Deine Subsites beispielsweise podcast-machen.de/site1 oder podcast-machen.de/blog heissen.

Subdomain

In dieser Variante werden Deine Subsites beispielsweise site1.podcast-machen.de oder blog.podcast-machen.de heissen.

Einrichten

Du benötigst einen ftp-Zugang zur Installation und einen Editor, mit dem Du die wp-config.php und die .htaccess Datei bearbeiten kannst. Beide liegen im Hauptverzeichniss Deiner WordPress Installation.

Und welche?

Welche also wählen? Bis vor kurzem was das egal, seit Anfang 2017 gibt es allerdings einen klaren Favorien. Seit dem forcieren sowohl die Browserhersteller, als auch Google die Nutzung von https-Seiten. Das bedeutet, dass Du ein Zertifikat nutzen musst, wleches bestätigt, dass der Besucher auch wirklich bei Dir gelandet ist. Diese Zertifikate kosten oft Geld und decken ide gesamte Domain ab. Ein Zertifikat ist also üblicherweise gültig für alle Subfolder unter Deiner Domäne. Für unterschiedliche Subdomains hingegen brauchst Du je ein Zertifikat. Oder Du zeigst, dass Du es nicht verstanden hast und pfuschst mit einem Wildcard-Zertifikat herum, welches allerdings deutlich teurer ist.
Die Nutzung eines Zertifikates für Deine Webseite empfielt die Variante Subfolder.

Einrichten

Bevor es gleich losgeht musst Du alle Plugins deaktivieren! Das ist nicht weiter schlimm, weil Du mit dem Aufbau noch ganz am Anfang sein solltest. Stelle kein seit längerem laufendes WordPress um!

Zunächst wird Deine WordPress-Installation auf Multisite vorbereitet.Trage dazu die Zeile
define('WP_ALLOW_MULTISITE', true);
in die Datei wp-config.php ein, direkt oberhalb der Zeile „That’s all, stop editing!“ . Danach musst du die abgeänderte Datei via FTP in das WordPress-Verzeichnis Deines Webservers hochladen. Wenn Du Dich nun in das Backend von WordPress einloggst, siehst du in der linken Sidebar unter Werkzeuge einen neuen Menüpunkt Netzwerk-Einrichtung, den Du anklickst. Danach werden weitere Anweisungen gegeben, die allerdings leider oft falsch sind. Ich habe Dir hier die richtigen angegeben:

Variante Subfolder

Direkt unter die oben eingegebene Zeile fügst Du noch folgende Zeilen in die wp-config.php:

define('SUBDOMAIN_INSTALL', false);
define('DOMAIN_CURRENT_SITE', 'podcast-machen.de');
define('PATH_CURRENT_SITE', '/');
define('SITE_ID_CURRENT_SITE', 1);
define('BLOG_ID_CURRENT_SITE', 1);
Natürlich ersetzt Du podcast-machen.de mit Deinem Domänennamen.

die richtige .htaccess ist:

# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index\.php$ - [L]

# add a trailing slash to /wp-admin
RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)?wp-admin$ $1wp-admin/ [R=301,L]

RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -f [OR]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} -d
RewriteRule ^ - [L]
RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)?(wp-(content|admin|includes).*) $2 [L]
RewriteRule ^([_0-9a-zA-Z-]+/)?(.*\.php)$ $2 [L]
RewriteRule . index.php [L]
</IfModule>
# END WordPress

Update vom 29.04.2017