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Wann sind viele Plugins in WordPress zu viele? Und ergeben sich daraus ernsthafte, negative Konsequenzen? Darum dreht sich diese Episode.

Es darf probiert werden

Fast kontrovers kann sich die Diskussion gestalten, wie groß, klein oder aufgeblasen ein WordPress sein darf. Dass es tatsächlich eine relativ unbestimmbare Grenze gibt, lässt sich an den Schlagworten Leistung und Bedienbarkeit festmachen. Beides leidet, je mehr Erweiterungen Du installierst.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass Du nicht immer wieder neue Plugins probieren kannst und bei Nichtgefallen auch wieder entfernst. Das Installieren und Deinstallieren verläuft nahezu spurlos. Gelöschte Plugins hinterlassen – ganz im Gegensatz zum bekannten Negativbeispiel Windows – keine Überbleibsel. Das heißt für Dich, dass Du gefahrlos neue Funktionen integrieren kannst und am Ende des Tages in den Ursprungszustand zurückkehrst. Trotzdem spricht natürlich nichts dagegen, Neuerungen zuerst in einer Testumgebung auf ihre Umwelt loszulassen.

Eine Obergrenze ist Unsinn

Eine eindeutig festgelegte Maximalzahl an Plugins gibt es nicht, kann es gar nicht geben. Je nachdem, wie intensiv Du mit Deinem WordPress arbeitest und welches Projekt Du verfolgst, sammeln sich immer mehr Erweiterungen, die notwendige Funktionen mitbringen. Vor allem WooCommerce, welches zum Betreiben eines Shoppingsystems eingesetzt wird, zieht automatisch eines ganze Reihe Plugins nach sich. Ähnliches gilt für BuddyPress oder bbPress. Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass Du je nach Nutzung an einer langen Liste von Plugins nicht vorbeikommst. Zumal viele davon Deinen täglichen Umgang mit WordPress erleichtern oder überhaupt erst dafür sorgen, dass Du Deine Ideen umsetzen kannst.

Übersicht versus Komfort

Dass die Vielfalt an Plugins ein paar negative Folgen hat, leuchtet ein. Speziell bei der Bedienung stören zu viele Schaltflächen. Auch die Ladezeiten werden dadurch ganz automatisch etwas länger. Um einen gerechten Ausgleich zwischen der Bequemlichkeit zahlreicher praktischer Funktionen und einem schlanken Auftreten zu bewahren, können einige grundlegende Prinzipien angeführt werden:

Das Backup: Mach immer ein Backup. Erst danach installierst Du neue Plugins. Ein Backup verläuft schnell und in der einen Situation von Hundert oder Tausend, in der Du es wirklich benötigst, weil etwas kaputt gegangen ist, wäre die Alternative – also kein Backup – ein Desaster.

Die Suche: Bevor ein neues Plugin ins Spiel kommt, versuche das Problem, dass sich Dir offenbart, mit den bereits vorhandenen Mitteln und Funktionen zu lösen. Erst wenn Du feststellst, dass das keine Option ist, greif zu einem neuen Plugin.

Die Fähigkeiten: Überprüfe von Zeit zu Zeit, weshalb Du welches Plugin für welchen Einsatz installiert hast. An dieser Stelle ergeben sich zwei mögliche Szenarien, die dazu führen, dass Du die Liste Deiner Erweiterungen kürzen kannst. Entweder hat ein anderes Plugin – durch Update oder weil es später ebenfalls installiert wurde – die gleichen Fähigkeiten und kann dementsprechend für mehrere Aufgaben eingesetzt werden. Oder aber Du stellst fest, dass die Funktion gar nicht benötigt wird. Notiere Dir Deine Erwartungen an das jeweilige Plugin und schau ab und an, ob das noch aktuell ist. Hast Du hier direkt am Anfang, als das WordPress noch ganz frisch war, eine solche Liste angelegt, behältst Du den besten Überblick und kannst schnell erkennen, was nicht mehr wichtig ist.

Noch ein paar Tipps für eine bessere Funktionalität und was es gerade bei den großen Themes wie THE CORE zu beachten gibt, erfährst Du hier im Podcast.

Dein OLAF KAPINSKI