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Welche Möglichkeiten Du hast, mit iTunes zu interagieren, und wo Effekte für Deine Positionierung spürbar werden, lege ich in dieser Folge dar.

Abseits der Alleinstellung

iTunes besitzt, insbesondere für das Podcasten, eine übergeordnete Stellung. Deshalb ist es kaum zu weit gegriffen, Apples Bedeutung für die Verbreitung von Podcasts deutlich hervorzuheben. Dennoch ist iTunes bei Weitem nicht der einzige Kanal, auf welchen Du Deine Hörer erreichst. Ein ungefährer Anteil, an welchem Du Dich zumindest ein wenig orientieren kannst, liegt bei 60 Prozent. Demnach sind es nur knapp mehr als die Hälfte der Downloads, die sich direkt auf iTunes zurückverfolgen lassen – wenn Du meinen Erfahrungen und denen verschiedener Kollegen eine gewisse Allgemeingültigkeit unterstellst.
Es bleibt eine recht bedeutsame Dominanz, aber andere Kanäle, andere Verzeichnisse für Podcasts und Seiten für Audioinhalte sowie Deine eigene Website sollten nicht vernachlässigt werden. Diese im Ansatz vorhandene Vielfalt lässt sich in Zeiten marktbeherrschender Internetkonzerne durchaus positiv deuten. Es bleibt festzuhalten, dass Deine Präsenz bei iTunes von einem großen Teil Deiner bestehenden oder angestrebten Hörerschaft registriert wird.

Sehen und gesehen werden

Ist Dein RSS-Feed mit iTunes verknüpft, bist Du in einem Verzeichnis zu finden, das nicht nur über Hardware von Apple erreichbar ist. Auch Windows und iTunes verstehen sich. Zudem lässt sich mit einer App wie Antenna auf Smartphones und Tablets mit Android, als der großer Mehrheit, nach den Einträgen in der Datenbank suchen.
Es drängt sich sofort die Frage auf, welche Faktor innerhalb und außerhalb von iTunes Einfluss auf die jeweilige Reihenfolge in den Kategorien und den Ergebnissen nach Suchbegriffen haben.

Downloads: Auch wenn die Anzahl an Downloads aller Voraussicht nach erfasst wird, ist die Aussagekraft allenfalls zweifelhaft. Wie viele Minuten von der gespeicherten Datei im Endeffekt gehört wird oder ob sie überhaupt einmal abgespielt wird, lässt sich nicht nachvollziehen. Entsprechend schlecht kann von der Zugriffszahl auf tatsächliches Hören geschlossen werden.

Abonnements: Wahrscheinlich einer der besten Indikatoren. Hier wurde direkt im Inneren von iTunes eine bewusste Entscheidung für den jeweiligen Podcast getroffen. Diese kann zudem ohne Mühe revidiert werden und sie zeigt an, wie viele Hörer regelmäßig informiert werden wollen.

Bewertungen: Diese sind mit Vorsicht zu genießen. Das gilt im Speziellen für die reine Vergabe von Sternen. Zu einfach kann hier manipuliert werden, im Positiven wie im Negativen. Da das Problem auch bei fast allen großen Onlineportalen präsent ist, wird Apple hier ebenfalls versuchen, eine illegitime Einflussnahme zumindest abzudämpfen und ganz allgemein die Bewertungen nicht zu wichtig nehmen.

Die Zeit kann helfen

Ein recht verlässlicher Tipp bezieht sich auf die Aktivitäten. Viele abgeschlossene Abonnements, abgegebene Bewertungen und Aufrufe innerhalb eines engen Zeitraums werden in besonderem Maße registriert. Wenn Du eine Aktion mit einem speziellen Datum verknüpft, einen vorbereiteten Inhalt mit längerer Ankündigung einstellst, kannst genau das erreicht werden. Natürlich musst Du die Bitte hinterlegen, dass Deine Hörer und Empfänger Deines Newsletters sich des Datums gewahr werden und bei iTunes ihre Spuren in einem eng gesetzten Zeitraum hinterlassen.
Die Zeit zeigt sich auch im Sinne der Dauer als wichtig. Bist Du länger aktiv und veröffentlichst annähernd regelmäßig Neues, schlägt sich dies zurecht in einer höheren Beachtung nieder.

Von den Tücken der Suche in iTunes und Anmerkungen zur Liste „New and Noteworthy“ hörst Du im Podcast.

Dein OLAF KAPINSKI