Heute geht es darum, welche technischen Möglichkeiten es gibt, den Erfolg Deines Podcasts zu messen.

Um den Erfolg Deines Podcasts zu messen, müssen wir den Begriff erstmal in der Podcaster-Umgebung definieren. Zunächst einigen wir uns uuf das Hörervolumen als Erfolg. Wie viele Menschen sind aktuell auf deiner Webseite und welche Inhalte interessiert sie. Ein weiteres Erfolgskriterium ist: Wie viele Menschen tragen sich in deine E-Mail-Liste ein. Die Anzahl der Newsletterabonnenten entnimmst du aus deinem Programm. Letzte Episode hatte ich dir MailPoet als „Starter-Tool“ vorgestellt. Am besten lässt du mitverfolgen, von welcher expliziten Seite (Blog, Beitrag, Startseite oben, unten, etc.) aus, sich in den Newsletter eingetragen wurde. Entnehme daraus, an welchen Stellen du die Eintragungs-Buttons entfernen bzw. weiter pushen kannst.

Erfolg einer Webseite messen und Datenschutz - Google Analytics vs. Piwik

Google Analytics ist das größte Monitoring-Tool. Darüber werden verschiedene User-Daten wie genutzte Devices, Browsernutzung, etc. analysiert. Jetzt Rechtliches: Wir wollen gar nicht darüber streiten, ob IP-Adressen personenbezogene Daten sind.* Aber: Solltest Du Google Analytics nutzen, stelle sicher, dass IP-Adressen anonymisiert werden! Das Standardscript loggt die komplette IP-Adresse, was datenschutzrechtlich nicht zulässig ist!

Mir persönlich ist Google Analytics zu komplex und da es, als ich in 2014 damit begonnen habe, noch datenschutzrechtliche Bedenken gab nutze ich seither Piwik. Für mich ist das System wesentlich einfacher, da es sehr deutlich veranschaulicht, was auf meiner Webseite passiert.

Downloadzahlen von MP3 Files

Den Erfolg einer Webseite messen, bedeutet auch zu wissen, wie viele Downloads Deine Episoden erreicht haben. Jetzt kommt der Knackpunkt: Über Java-Script Codes können Analysen erstellt werden. Wird allerdings nur eine Audiodatei heruntergeladen, wird kein Java-Script Code ausgeführt. Dementsprechend lassen sich hier keine Analysen erstellen. Du kannst die Log-Files analysieren. Wie du in etwa die Downloadzahlen herausbekommst, hörst du in dieser Episode. Allerdings bringt es nicht wirklich was, die Downloadzahlen über den Daumen zu brechen. Denn: Die Episoden, die laufen, sind auch die, an denen du deine Produkte / Angebote platzieren solltest. Den Aufwand kannst du Dir bei leerlaufenden Episoden sparen.

Über Umwege zur Analyse!

Ich nutze das PowerPress-PlugIn. Das PlugIn baut den RSS-Feed um. Das Audio-File zeigt weg von meiner Seite zu Blubrry und wieder zurück zum File. Über diesen „Umweg“ kommen Informationen zusammen, wann und von welchem Gerät der Podcast heruntergeladen wird. Die ersten drei Monate ist PowerPress kostenlos und anschließend kannst du das PlugIn für etwa 5$ pro Monat kaufen.

Warum du unbedingt Trackinginformationen brauchst? Weil du einfach wissen musst, wie gut deine Inhalte ankommen.

Dein OLAF KAPINSKI

* Nachtrag Januar 2018: Laut DSGVO sind IP-Adressen mittlerweile eindeutig als personenbezogene Daten definiert.