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Die vier Säulen, auf denen Dein Online-Projekt ruht, und deren universelle Gültigkeit sind das Thema dieser Folge.

Schluss mit Nischendenken

Online-Unternehmer-Technik-Framework und der zugehörige Tech Stack klingen nach dem Rüstzeug für Podcaster und Online-Coaches. Sollen sie aber nicht. Die technischen Voraussetzungen, die Du für Dein Geschäft im Internet legen musst, und die Prinzipien, die es zu befolgen gilt, sind übergreifend stets die gleichen. Aus diesem Grund richtet sich meine Beschreibung der Regeln für das Online-Business an jedes Unternehmen, das nicht die Größe hat, sich eine eigene IT-Abteilung zuzulegen, und trotzdem oder gerade im Internet aktiv sein will.
Selbst für Brick and Mortar – der amerikanische Ausdruck beschreibt ein Geschäft mit direktem Kundenkontakt, beispielsweise Handwerkerbetriebe und lokale Einzelhändler – birgt der Internetauftritt hervorragenden Chancen, Kunden zu gewinnen und zu behalten.

Der Handel mit Wissen

Ein Handwerker, ein Dachdecker verkauft Arbeitskraft und gleichzeitig sein Wissen über die richtige Vorgehensweise. Wer einen Dachdecker braucht, der findet vielleicht noch ein angestaubtes Exemplar der Gelben Seiten, kennt einen in der Nähe oder findet ihn bei Google. Genau dort finden Dich diejenigen, die Dich noch nicht kennen – unterhalb der bezahlten Anzeigen bei den interessantesten Ergebnissen. Dass Du wirklich stehst, dafür bedarf es keiner hundertteiligen Videoserie über die Kunst des Dachdeckens. Ein Blog oder ein gut aufgebauter Ratgeber, wie die richtige Pflege aussieht, wie Schäden entdeckt werden und so weiter macht die Seite für Hausbesitzer interessant und deshalb auch für Google. Statt Geld in das klassische Werbegeschäft zu stecken, lässt sich innerhalb dieses Beispiels mit vorhandenem Wissen und erlernbaren IT-Kenntnissen Aufmerksamkeit erzeugen.

Eins nach dem anderen

Die vier Bereiche, die es gilt für den Aufbau eines Online-Auftritts für bessere Übersicht von einander abzugrenzen, lassen sich am besten als Säulen betrachten. Auf allen zusammen ruht das Geschäft und nimmst Du eine weg, wankt das Gesamtkonstrukt. Aber der Reihe nach:
An erste Stelle steht die Sichtbarkeit, selbstverständlich im Internet. Hierbei dreht sich alles um die Fragen, wie Du gefunden werden kannst, wo die nötigen Stellschrauben hierfür liegen und wie dies auf Dauer erreicht wird.
Die zweite Säule ist das Halten Deiner Besucher. Im Idealfall tragen sie sich in eine E-Mail-Liste ein und bekommen von Dir immer wieder Informationen. Du bleibst, ohne Dich aufzudrängen, im Gedächtnis und bewahrst Dir Kunden.
Diese ersten beiden Schritte bilden bereits einen funktionierenden Auftritt, sofern Du nicht beabsichtigst, etwas zu verkaufen.
Damit wäre der dritte Bereich angerissen. Im Verkauf gilt es, den Aufbau eines Angebots zu erörtern, den Unterschied zwischen Homepage und Landingpage darzulegen. Fast noch wichtiger ist die Einbindung von Bezahlsystemen. Mit der richtigen Technik lässt sich Vieles automatisieren und zu teuren Dienstleistern kann aus dem Weg gegangen werden.
Konsequenterweise trägt Säule Nummer Vier die Auslieferung Deiner Produkte. Vordergründig werden hier Infoprodukte, die Du zur Verfügung stellst, behandelt. Diese Kurse, Dokumente oder auch persönlichen Tarife müssen bei Deinen Kunden ankommen. Die PDF-Datei muss erstellt und zugänglich gemacht werden. Die Verbindung zu Deinem Terminkalender muss aufgebaut werden – der Zugang zum geschlossenen Mitgliederbereich ermöglicht werden.

Weitere Gedanken zum grundlegenden Aufbau Deines Unternehmens im Internet und einen Ausblick auf weitere Themen, die folgen, gibt es hier im Podcast.

Dein OLAF KAPINSKI