Immer und immer wieder brauche ich neue WordPress-Seiten. Ich darf auch ständig auf’s Neue Child-Themes erstellen, weil ich nicht will, dass irgend welche Änderungen, die vielleicht doch mal anstehen, später bei jedem Theme-Update verloren gehen.

Ganz viele Beschreibungen dazu sind draußen und alle fangen an mit „Du brauchst einen ftp-Zugang“, was schon mal gleiche ganz viele WordPresser abschreckt.

Und den braucht es nicht!

Ich schreibe hier, wie Child-Themes zu bauen sind und unten dann, wie die ohne ftp nutzbar sind.

Die Idee ist, dass Du in Deinem WordPress bereits das Parent-Theme installiert hast.

Ach so: Schau bei Deinem Theme-Anbieter mal ganz genau nach: Sehr oft bieten die gleich fertige Child Themes an.

Aufbau

Child Themes bestehen aus drei Dateien in einem Ordner:

  • Themeordner

    • functions.php
    • screenshot.png
    • style.css

Es gibt noch viele Anleitungen, die ein älteres Verfahren mit der ausschließlichen Nutzung der style.css erläutern, das soll aber laut WordPress Codex nicht mehr gemacht werden. Das neue Verfahren hat ausserdem den Vorteil, wirklich ohne ftp-Zugang auszukommen! Es ist nicht mehr erforderlich, die Ordnernamen des Parent-Themes zu kennen.

Ein Text-Editor wie Notepad++ macht es sehr einfach, solche Dateien zu bearbeiten, zur Not geht es aber auch mit dem eingebauten Notepad. Achte auf jeden Fall darauf, das die Dateiendungen stimmen, also nicht aus Versehen .txt werden. Hier kannst Du die beschriebenen Dateien herunterladen.

functions.php

Die Datei sieht so aus:
<?php
/* Hier kommen die functions.php für Dein Child-Theme */
add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'theme_enqueue_styles' );
function theme_enqueue_styles() {
wp_enqueue_style( 'parent-style', get_template_directory_uri() . '/style.css' );
}

screenshot.png

Diese Datei ist das Bild, das Du in der Themes-Auswahl in Deinem WordPress siehst. Ich nehme dafür zu Anfang mein Logo und wenn Sie Seite dann fertig ist, mache ich davon einen Screenshot und ersetze damit das Logo.

style.css

Die style.css muss ein Wenig angepasst werden. Beginne mit dieser Vorlage:
/*
Theme Name: Theme Child
Theme URI: http://parent-theme.com/
Author: Dein Name
Author URI: http://deine-domain.de/
Description: Der Text, den Du in der WordPress Theme-Auswahl sehen möchtest.
Template: Ordnername des Parent-Theme
Version: 1.0
Tags:
*/

Die oberen fünf Zeilen sind nicht funktionskritisch, sondern werden nur in der Theme-Übersicht angezeigt. Die sechste Zeile "Template:" ist die wichtigste: Mit dieser verbindest Du Dein Child-Theme mit dem Parent-Theme, Du definierst hier quasi, wer seine Eltern sind.

Den Ordnernamen mit ftp-Zugriff herausfinden ist sehr einfach. Ohne geht es aber auch: Lade Dir das Theme vom Hersteler auf Deinen Computer herunter. Es kommt als ZIP-Archiv. Entpacke es und schon siehst Du den Order-Namen. Oft reicht auch raten: Hier läuft das Meris-Theme, der Ordnername heisst genau so. Ich hatte bisher nur einen Fall, in dem der Ordnername nicht gleich dem Themenamen war und ide haben auch ein Childtheme mitgeliefert.

Wenn Du den Namen hast, schreibst Du ihn in Deine neue style.css. Abspeichern nicht vergessen 🙂

Themeordner

Als vorletzten Schritt erstellst Du einen Ordner, in den Du diese drei Dateien kopierst. Nenne ihn irgendwie sinnvoll, also supertheme-child, wenn Dein Parent-Theme supertheme heißt.

Installieren Deines neuen Child-Themes

Jetzt erstellst Du ein ZIP-Archiv Deines Child-Theme Ordners. In Deinem WordPress gehst Du auf Design und klickst ganz oben auf Installieren. Dann wieder ganz oben auf Theme hochladen und lädst das gerade erstellte ZIP-Archiv hoch.
Dann aktivieren und: Fertig.

Übrigens: Wie für alles gibt es auch Plugins dafür. Der Child Theme Configurator übernimmt supereinfach alles, was es zu beachten gibt.

Viel Spass!
Dein OLAF KAPINSKI


 

PS: Offizielle Seite zu Child Themes.