Heute schauen wir uns den gesamten Aufnahmeprozess an: Von der Aufnahme bis zur fertigen Podcastepisode. Ich empfehle vorher zu überlegen, was du hinterher tust.


Bevor wir in die heutige Episode einsteigen noch ein Hinweis zum Business Podcasters Barcamp: Die Anmeldefrist musste verlängert werden, ich erklär’s Dir in der Episode.

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Heute tauche ich mit dir in die Tiefen deines Aufnahmeprozesses ab. Ich bespreche in der Episode den Prozess, den Du Dir hier rechts herunterladen kannst.

Der besondere Charme eines aufgeschriebenen Prozesses ist es: Du kannst ihn einfach durchführen. Ich mag das sehr, einmal einen Plan zu entwickeln und den dann schlicht abzuarbeiten. Zur Anschauung habe ich uns den obigen Prozess als Beispiel aufgeschrieben. Und den bespreche ich mit Dir in den Details.

Der Blick auf's Ganze

Sich an Details aufzureiben, passiert immer wieder. Wir gehen deshalb einen Schritt nach hinten und betrachten den gesamten Prozess, der für Deine erfolgreich Aufnahme notwendig ist. Auch wenn es hierfür Tools und Programme gibt, die mit verschiedenen Funktionen aufwarten, ist der simpelste Weg häufig auch am effizientesten.
Schreib zunächst jeden Punkt auf, von dem Du denkst, dass er beim Erstellen einer Episode sinnvoll erscheint. Ob mit Stift und Papier, in PowerPoint oder Ähnlichen, Hauptsache, Du hast einen unmittelbaren Überblick.

Ein Fuß vor den anderen

Es geht am Anfang los. Also nicht dort, wo Du recherchierst, Themen sortierst und überlegst, wie der Vorgeschmack auf die nachfolgende Aufnahme eingebaut werden kann.
Es wird der „Record“-Knopf gedrückt, um die Aufzeichnung zu beginnen und Deinen Aufnahmeprozess in Gang zu setzen. Die Software Deiner Wahl, wahrscheinlich die kostenlosen Audacity oder GarageBand, speichert die Rohfassung, die Deinen gesamten Inhalt enthält und vermutlich noch ein paar Versprecher und die zugehörigen Korrekturen. Machst Du nach Fehlern, die geschnitten werden sollen, eine deutliche Pause, erleichtert dies das Auffinden der betreffenden Stellen und spart anschließend viel Zeit und ein paar Nerven bei der Bearbeitung.
Diese Datei wandert im besten Fall in einen Ordner mit alle anderen Daten, Aufzeichnung und Medien, die Du für diese Folge Deines Podcastes zusammengetragen hast. Wird diese synchronisiert mit Deinem WordPress und Deiner Cloud, stehen Dir alle Informationen in gleicher Weise zur Verfügung.
Es folgt das Schneiden in Deinem Bearbeitungsprogramm, bis die Doppelung und Hänger entfernt und Intro sowie Outro eingefügt sind. Aus diesem Projekt wird anschließend die reine Audiodatei extrahiert. Bei Audacity nennt sich das umständlicher Weise „Ton exportieren“. Schneller geht es mit Strg + Shift + E. Das zu wählende Format hängt ganz von Deinem Internetzugang ab. Ist dieser recht langsam, empfiehlt sich MP3 mit 320 oder AAC mit 192 kbit. Besitzt Du hingegen einen dicken Anschluß mit mehr als 25 MBit Upload, kannst Du eine WAV-Datei erstellen. Diese verlangt sehr viel Speicherplatz, weil sie nicht komprimiert ist und gleichzeitig das Höchstmaß an Klangqualität liefert.

Hilfe von außen

Der nächste Schritt ist das Mastering. Weil Du Dich damit nicht selbst herumschlagen solltest, außer es handelt sich hierbei um Deine Passion, muss die fertige Audiodatei durch das Internet beispielsweise zu Auphonic gelangen. Die Preise für deren Dienste schwanken zwischen Null und ganz wenig und das Ergebnis kann sich mehr als sehen beziehungsweise hören lassen. Dein Podcast erhält hier eine technisch professionellen Klang. Außerdem kannst Du Auphonic bereits einen Speicherort auf Deinem Server zuweisen, womit sich wiederum ein, zwei Arbeitsschritte sparen lassen.

Feinschliff und Polieren

Das war es - fast. Deine Episode liegt vor, Du kannst den zugehörigen Link in den Post im WordPress eintragen. Nur das Gesamtbild muss noch ergänzt werden. Zum einen gehören die Shownotes hierher. Die benötigen Deine Hörer, um schon vorab ein paar Informationen zu bekommen, und Google weiß danach auch, worum es in dem Podcast geht. Wann und wie genau Du diese schreibst, findet sich am besten durch Ausprobieren.
Pflegst Du schließlich noch ein Bild ein, das thematisch und optisch passt, ist Deine Folge fertig.

Tiefer gehende Details und weitere Infos zu den Schritten des Aufnahmeprozesses und einen Tipp für ein hilfreiches WordPress-Plugin bekommst Du hier im Podcast.

Habe ich was vergessen? Schreib mir

Dein OLAF KAPINSKI