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Unabhängig davon, wie witzig, originell oder inhaltlich interessant Dein Podcast ist, er leidet, wenn die Digitalisierung nicht passt. Gemeint ist ganz konkret der Vorgang, der Deine Stimme auf die Festplatte bringt. Ist diese zum Schluss als MP3 gut zu verstehen und klingt natürlich, ist schon viel erreicht. Die alles entscheidende Schnittstelle zwischen Dir und dem Computer: Dein Mikrofon.

Aber bevor es losgeht noch ein Tipp: Ich war (wieder) im Interview bei Brigitte Hagedorn. Sie betreibt den hörenswerten Podcast übers Podcasten und ich habe mit ihr über das

Business Podcasters Barcamp

gesprochen:
Brigitte Hagedorn

Analog und digital – zwischen zwei Welten

Deine Stimme: analog. Dein Podcast: digital. Diese Lücke gilt es zu schließen. Wie dies zu geschehen hat, darüber kann lang und breit und vor allem ergebnisoffen diskutiert werden. Der einfachste Weg, dem zu entgehen und Dir viel zusätzliche Ausrüstung zu sparen, ist eine Mikro mit USB-Stecker. Ein solches kann direkt an Deinen PC oder Laptop angeschlossen werden und entfaltet seine Vorteile bei der Handhabung. In der Regel wird es ohne Probleme erkannt und Du wirst in die Lage versetzt, unmittelbar loslegen zu können.

Bei dieser Reduzierung der Aufnahmetechnik in einem Gerät bleibt die dominierende Frage: Welches Mikrofon? Die saloppe Antwort: Ein Gutes. Hierbei hängt viel von Deinen persönlichen Vorlieben und bisherigen Erfahrungen ab. Eine Großmembran sollte es haben, ein Ständer darf gern dabei sein und der finanzielle Rahmen keinesfalls zu eng geschnürt. Dass Du schnell bei 200€ angelangt bist, lässt sich bei der wichtigsten Technik für Deinen Podcast ohne weiteres verschmerzen. Bei einem Fachhändler wie beispielsweise Thomann bist Du mit einer solchen Anschaffung gut aufgehoben. Hier gibt es online wie offline eine ordentliche Beratung und das Wissen um die geeigneten Gerätschaften. Wichtig ist, dass der Berater weiß, dass es Dir um Stimmaufzeichnung geht.

Der Blick auf das Ganze

Die halbe Strecke hast Du mit dem richtigen Mikrofon geschafft, es bleibt die andere Hälfte Deiner Technik. Weil Dein Rechner ebenfalls seinen Teil zu einer gelungenen Digitalisierung beträgt, lohnt ein genauer Blick. Insbesondere an einem Notebook ist mindestens ein, manches Mal sind auch zwei Mikrofone verbaut. Nutzt Du eine zusätzliche, externe Webcam, kommt ein weiteres hinzu. Dass Dein System diese allesamt verwalten kann, mag noch funktionieren. Welches gerade aufnimmt, muss nicht immer klar sein. Mindestens vor jedem Start einer Aufnahme empfiehlt es sich, das zu kontrollieren, bevor Du am Ende wie die Stimme aus einer Blechdose klingst.

Ein zweiter wichtiger Aspekt sind die Umgebungsgeräusche. Diese entstehen in erster Linie in den Lüftern von PC und Laptop. Bei einem Festrechner oder Tower lässt sich ein eventuelles Lautstärkeproblem vergleichsweise einfach beheben. Das Angebot an großen und leisen Kühlern sowie Schalldämmmatten könnte kaum größer sein. Selbst wenn Du persönlich wenig bis keine Kenntnisse bezüglich Ein- und Umbau hast, dürfte die Suche nach jemandem mit Fachwissen nicht allzu schwer sein.

Problematischer gestaltet sich ein solches Vorhaben bei den Kompaktgeräten. In einem Notebook kann nur schwerlich das Kühlkonzept verändert werden, zumal es im Regelfall speziell für das jeweilige Modell gestaltet ist. Dass plötzlich alle Lüfter anspringen, kann mittels Energiesparplan verhindern. Einen Podcast aufzuzeichnen, verlangt wenige Ressourcen, entsprechend sparsam kannst Du Deine Einstellungen wählen. Das Notebook bleibt dadurch kühl und leise.

Noch ein paar Tipps für Deine Aufnahmen und die Antwort auf die Frage, welcher Mikrofontyp wann am besten zur Geltung kommt, gibt es direkt hier im Podcast.

Dein OLAF KAPINSKI

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